Der „Europäische Lehmbautag” am 18. Juli versammelt einmal mehr LehmbauerInnen aus der ganzen Welt im Wangeliner Garten. Die vom Förderkreis Lehmmuseum Gnevsdorf und der Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau Wangelin organisierte Veranstaltung erkundet in Vorträgen, Vorführungen und Diskussionen „Lehm und Fasern” als Dream-Team des ökologischen Bauens. Unter den Referentinnen sind Thorsten Galke von Moor und more, der Biomasse aus wiedervernässten Mooren erläutert. Ausserdem Theresa Zschäbitz von Bauhaus Erde, die über biobasierte Dämmstoffe und Lehmputz-Prototypen in der urbanen Bestands-Sanierung spricht. Und der aus Japan anreisende Kyle Holzhueter beleuchtet „Lehm und Fasern“ am Beispiel Japans, wo es eine lange Tradition Pflanzenfaser reicher Lehmputze gibt.
Die Kombination von Lehm und biobasierten Baustoffen darf als ein Schlüssel der Bauwende gelten. Pflanzliche Materialien haben hervorragende Isoliereigenschaften und einen geringen ökologischen Fußabdruck. Und sie nehmen den Druck von immer knapper werdenden Sand-Reserven. Die Veranstaltung wird gefördert vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in MV, der Allianz für nachhaltiges Bauen in MV und von BINGO!, die Umweltlotterie. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind über lernpunktlehm.de möglich.
Am Vorabend des Europäischen Lehmbautags lädt das Lehmmuseum Gnevsdorf zum Vortrag „Kalligraphische Wandgestaltung in der Kölner Zentralmoschee“ ein. Ab 19 Uhr spricht die Pariser bildende Künstlerin Mariette Montanier und führt anschließend durch die diesjährige Sonderausstellung “Die gestalterische Kraft des Lehms. Über das Lebenswerk von Carl Giskes“. Der Eintritt zum Vortrag im Lehmmuseum ist frei, Spenden für das ehrenamtlich geführte und europaweit einzigartige Haus sind herzlich willkommen.
Foto: H. Miska
Anmeldungen sind über lernpunktlehm.de möglich!
Gefördert wird die Veranstaltung vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in MV, der Allianz für nachhaltiges Bauen in MV und von BINGO!, die Umweltlotterie