Neuer Inhalt für die Außenvitrine des Stadtmuseum Amtsturm

Das vom Lübzer Land e. V. getragene Stadtmuseum Amtsturm hat etwas Neues in der Außenvitrine.

In den Monaten September bis Oktober werden dort Exponate mit Bezug zum Thema Schule präsentiert.

Auch gibt es wieder Erklärtafeln, die Interessierten zeigen, was dort zu sehen ist, und etwas Kontext zur Geschichte des Schulwesens in Lübz geben.

Die Quellenlage legt nahe, dass es bereits im Mittelalter Menschen in Lübz gab, die lesen, schreiben und rechnen konnten.

Der Beginn eines Schulwesens in Lübz liegt jedoch im Jahr 1574. Bis 1919 wurde das öffentliche Schulwesen in Lübz von der Kirche organisiert. Die Rektoren waren ab 1771 sogar Hilfsprediger. Eine mit der Stadtschule verbundene Industrieschule ermöglichte es Mädchen, zur Schule zu gehen. Dort wurden sie in Handarbeit und Hauswirtschaft unterrichtet.

1878 wurde eine neue Schule gebaut, da die Räume in der Pfarrstraße 3 nicht mehr ausreichten. Diese 1878 errichtete Schule ist heute das Mehrgenerationenhaus.

1898 wurde während der Amtszeit des Lübzer Bürgermeisters Rudolf Westphal sogar eine landwirtschaftliche Schule gegründet, die zukünftige Landwirte aus ganz Europa unterrichtete. So sind auch aus Antwerpen in Belgien Schüler bekannt.

1923 wurden die Stadtschule, die Industrieschule und die privaten Knaben- und Mädchenschulen zu einer Volksschule vereint.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Anordnung der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) das Schulwesen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) reformiert und entnazifiziert.

Zu DDR-Zeiten gab es mehrere Schulen in Lübz. Beispielsweise die Oberschule „Willi Bredel“, die „Karl Marx und Friedrich Engels“ Schule (heute Regionalschule) und die Erweiterte Oberschule (EOS) „Am Neuen Teich“.

Heute hat Lübz fünf Schulen. Die Grundschule Lübz, die Regionale Schule Lübz, das Eldenburg-Gymnasium, die Schule am Neuen Teich und einen Standort der Kreismusikschule „Johann Matthias Sperger“.

Lübzer Land e.V.